FAQ
Viele Fragen zu Wasserspender-Automaten ähneln sich – von den Anschaffungskosten über die Wasserqualität bis zur Wartung. Die Antworten hier geben Sicherheit vor dem Kauf.
Fragenliste mit Link zu den Antworten unten
➜ Was kostet ein Wasserspender-Automat für ein Einfamilienhaus oder Büro?
➜ Lohnt sich der Kauf im Vergleich zu Wasserflaschen wirklich?
➜ Gibt es Förderungen oder steuerliche Vorteile für Wasserspender?
➜ Wie viel spart man monatlich mit einem Wasserspender-Automat?
➜ Was passiert mit den Filtern und wie oft müssen sie gewechselt werden?
➜ Ist mein Leitungswasser überhaupt für einen Wasserspender geeignet?
➜ Wie groß sollte ein Wasserspender pro Haushalt oder Büro sein?
➜ Wie viel Leistung bringt ein Wasserspender im Sommer bei hoher Nutzung?
➜ Was sollte ich beim Kauf und Betrieb eines Wasserspenders auf keinen Fall tun?
Wasserspender-Automaten sind ein technisches Thema – viele Systeme, viele Meinungen. Wer sich selbst informiert, trifft die bessere Entscheidung. Diese Fragen und Antworten helfen, ein klares Bild zu bekommen.
Was kostet ein Wasserspender-Automat für ein Einfamilienhaus oder Büro?
Ein leitungsgebundener Wasserspender mit Kühl- und Heizfunktion kostet 1.200 € netto in der Anschaffung. Dazu kommen 180 € für den Aktivkohlefilter, 220 € für die Installation und 100 € für die jährliche Wartung. Modelle mit zusätzlicher UV-Desinfektion liegen bei 1.600 € netto. Im Vergleich dazu kostet ein 18,9-Liter-Gallonen-Spender 300 € netto in der Anschaffung, jedoch 7 € pro Gallone im laufenden Betrieb. Bei 10 Gallonen pro Monat entstehen 840 € Betriebskosten im Jahr – deutlich mehr als bei einem Festwassergerät.
Lohnt sich der Kauf im Vergleich zu Wasserflaschen wirklich?
Ein Haushalt mit 4 Personen benötigt bei 2 Litern Trinkwasser pro Person und Tag 2.920 Liter pro Jahr. Mineralwasser in Flaschen kostet im Schnitt 0,40 € pro Liter – das entspricht 1.168 € pro Jahr. Ein Wasserspender mit Festwasseranschluss filtert das Leitungswasser für 0,02 € pro Liter. Die Gesamtkosten liegen bei 58 € pro Jahr zuzüglich 100 € Wartung. Damit spart ein Haushalt 1.010 € jährlich im Vergleich zu Flaschenwasser. Bereits nach 1,5 Jahren ist die Anschaffung vollständig amortisiert.
Gibt es Förderungen oder steuerliche Vorteile für Wasserspender?
Private Haushalte erhalten aktuell keine staatlichen Zuschüsse für Wasserspender. Unternehmen können die Geräte jedoch steuerlich als Betriebsausgaben absetzen. Bei einem Anschaffungspreis von 1.200 € und einer linearen Abschreibung über 5 Jahre sinkt die Steuerlast jährlich um 240 €. Zusätzlich gelten Kosten für Wartung, Filter und Installation als sofort abziehbare Betriebsausgaben. Einige Krankenkassen bezuschussen Wasserspender in Kindergärten oder Schulen im Rahmen von Präventionsprogrammen mit festen Beträgen von bis zu 500 € je Gerät.
Wie viel spart man monatlich mit einem Wasserspender-Automat?
Bei einem 4-Personen-Haushalt mit 2.920 Litern Jahresverbrauch kosten Flaschen 97 € im Monat. Ein leitungsgebundener Wasserspender verursacht 13 € pro Monat (Wasser 5 €, Wartung und Filter 8 €). Die monatliche Ersparnis liegt damit bei 84 €. In einem Büro mit 10 Mitarbeitern steigt der Verbrauch auf 7.300 Liter pro Jahr. Flaschen kosten 243 € im Monat, der Wasserspender 25 €. Das ergibt eine Ersparnis von 218 € monatlich.
Was passiert mit den Filtern und wie oft müssen sie gewechselt werden?
Ein Aktivkohlefilter hält 6 Monate oder 5.000 Liter, je nachdem, was zuerst erreicht wird. Bei 4 Personen ist nach 170 Tagen ein Wechsel nötig. Der Preis pro Filter liegt bei 90 €. UV-Lampen zur Desinfektion werden alle 12 Monate gewechselt und kosten 120 €. Ein vollständiges Servicepaket mit Filtertausch und UV-Lampe kostet 190 € jährlich. Alle gebrauchten Filter werden durch den Service entsorgt.
Ist mein Leitungswasser überhaupt für einen Wasserspender geeignet?
Leitungswasser in Deutschland erfüllt die Anforderungen der Trinkwasserverordnung und ist damit grundsätzlich geeignet. Entscheidend ist die Härte: Bei über 14 °dH sollten zusätzliche Kalkfilter eingesetzt werden, die 60 € pro Jahr kosten. In Regionen mit niedrigem Leitungsdruck unter 2 bar ist ein Druckminderer notwendig. Dieser kostet 80 € einmalig. Bei normalem Leitungswasser sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich.
Wie groß sollte ein Wasserspender pro Haushalt oder Büro sein?
Ein Haushalt mit 4 Personen benötigt bei 2 Litern Trinkwasser pro Person und Tag 8 Liter am Tag. Ein Gerät mit 10 Litern Kühlleistung pro Stunde reicht aus. In einem Büro mit 20 Mitarbeitern liegt der Bedarf bei 40 Litern pro Tag. Hier wird ein Gerät mit 20 Litern Kühlleistung pro Stunde empfohlen. Wasserspender mit Festwasseranschluss sind in Leistungsstufen von 10, 20 oder 40 Litern pro Stunde verfügbar. Damit lässt sich der Bedarf exakt abdecken.
Wie viel Leistung bringt ein Wasserspender im Sommer bei hoher Nutzung?
Ein Gerät mit 20 Litern Kühlleistung pro Stunde liefert konstant 200 ml pro Zapfvorgang bei 8 °C Wassertemperatur. Bei 100 Zapfvorgängen in einer Stunde sind 20 Liter abgegeben. Auch bei 30 °C Raumtemperatur bleibt die Kühlleistung konstant, da das Kältemodul elektronisch geregelt ist. Nach 20 Litern in kurzer Zeit erwärmt sich das Wasser auf 12 °C. Nach 30 Minuten Erholung erreicht der Spender wieder die volle Kühlleistung.
Was sollte ich beim Kauf und Betrieb eines Wasserspenders auf keinen Fall tun?
Drei typische Fehler sind: (1) Filterwechsel nicht rechtzeitig durchführen. Überschrittene Filterstandzeiten führen zu schlechter Wasserqualität. (2) Unterdimensionierte Geräte wählen. Ein Gerät mit 10 Litern Kühlleistung überlastet in einem Büro mit 20 Personen und liefert dann warmes Wasser. (3) Kein Wartungsvertrag abschließen. Ohne regelmäßige Wartung können Biofilme entstehen, die teure Reparaturen nach sich ziehen. Ein Wartungsvertrag kostet 100 € im Jahr und verhindert diese Probleme.
